Dr. Thomas Jahn
Beruf: Rechtsanwalt
Mitglied des Stadtrates Kaufbeuren
Peter Weber im Gespräch mit Dr. Thomas Jahn, Jurist & Stadtratsmitglied Kaufbeuren
28.02.2026
Auszug aus dem PR-Bericht Kreisbote.de vom 05.02.2026
Kritik an Wahlkampf Kaufbeuren:
Jahn fordert Diskussion mit allen Gruppierungen
Stand: 05.02.2026, 09:41 Uhr Von: Felix Gattinger / Kreisbote.de

Werteunion-Stadtrat Dr. Thomas Jahn ist nicht einverstanden mit der politischen Diskussionskultur im gegenwärtigen Wahlkampf und fordert eine offene Wahlkampfarena mit allen politischen Bewerbern.
Werteunion-Stadtrat Dr. Thomas Jahn ist nicht einverstanden mit der politischen Diskussionskultur im gegenwärtigen Wahlkampf und fordert eine offene Wahlkampfarena mit allen politischen Bewerbern.
Auf eine Diskussionsrunde mit den vier Oberbürgermeisterkandidaten im Kaufbeurer Stadtsaal Mitte Januar folgte in der vergangenen Woche eine Gesprächsrunde mit den im Stadtrat vertretenen Fraktionen im Kolpinghaus. Vertreten waren dort somit CSU, Grüne, Freie Wähler, die KI, die Generation KF und die SPD. Nicht geladen waren die Stadträte von BSW, AfD und Werteunion, wofür beileibe nicht jeder Verständnis hatte.
Ausgrenzung im Wahlkampf? Jahn fordert offene Arena für alle.
Schon während der Veranstaltung hatte es eine kritische Wortmeldung gegeben, bei der ein Mitglied der Kaufbeurer FDP bemängelte, dass es hier offenbar eine Auswahl gegeben habe, was dem Prinzip der politischen Gleichbehandlung widerspricht.
Auf dem Papier bilden die Grünen-Stadträte zusammen mit Johannes Espermüller (FDP) im Kaufbeurer Stadtrat eine gemeinsame Fraktion, faktisch war aber kein FDPler auf der Bühne vertreten. Das Gleiche galt für Paul Meichelböck vom BSW, Dr. Thomas Jahn (Werteunion), der sich in Form des „Bündnis Zukunft Kaufbeuren“ (BZKF) gemeinsam mit Bayernpartei und der Partei dieBasis zur Wahl stellt, und für den AfD-Stadtrat Christian Köhler.
Wahlkampf Kaufbeuren: Jahn kritisiert Ausgrenzung von politischen Gruppierungen.
In den Augen von Dr. Jahn geht das gar nicht: Seiner Ansicht nach sei es „nicht nachvollziehbar, dass ganz oder teilweise steuerfinanzierte Institutionen sechs Gruppierungen willkürlich bevorzugt und vier weitere, im Stadtrat vertretene Parteien gezielt ausgegrenzt haben“, schreibt Jahn in einem Antrag an den Stadtrat, der am kommenden Dienstag dem Verwaltungsausschuss zur Abstimmung vorgelegt werden soll.
Im Interesse der Demokratie, eines fairen Wahlkampfs und der Gewährleistung freier Wahlen, so Jahn weiter, solle die Stadt daher kurzfristig einen Saal kostenlos zur Verfügung stellen, damit ein neutraler Veranstalter entweder alle im Stadtrat derzeit vertretenen Gruppierungen zur Diskussion einladen könne oder am besten: alle Gruppierungen, die zur Stadtratswahl am 8. März zugelassen sind (und damit auch das BZKF).
Diskussionskultur in der Kritik: Jahn stellt Antrag im Stadtrat.
Jahns Antrag liegt der Kaufbeurer Stadtverwaltung bereits zur Bearbeitung vor und kommt laut aktuell angezeigter Tagesordnung am kommenden Dienstag, 10. Februar, vor den Verwaltungsausschuss, der über den Antrag in öffentlicher Sitzung beraten und eine Entscheidungsempfehlung an den Stadtrat aussprechen wird.