Stadtratswahl Kaufbeuren: BZKF tritt an – der Wahlkampf wird deutlich bunter
Dr. Thomas Jahn zurück im politischen Rampenlicht
Kaufbeuren – Die Stadtratswahl in Kaufbeuren bekommt neue Farbe – und neuen Zündstoff. Mit dem Bündnis Zukunft Kaufbeuren (BZKF) betritt eine neue Gruppierung die politische Bühne, die den Wahlkampf spürbar verändern dürfte. Gemeinsam mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat das BZKF die formalen Hürden genommen und sich für die Wahl qualifiziert.
Mehr als 215 Unterstützerunterschriften waren nötig – das BZKF sammelte 234 gültige Stimmen in den Bürgerbüros Kaufbeuren und Neugablonz. Damit ist klar: Das Interesse an alternativen politischen Angeboten ist in der Stadt vorhanden.
Das Bündnis Zukunft Kaufbeuren tritt erstmals an und versteht sich als Sammelbecken politischer Kräfte abseits der etablierten Parteien. Entstanden ist das Bündnis im Herbst 2025 aus einem Zusammenschluss von Bayernpartei, Werteunion, der Partei dieBasis sowie parteiunabhängigen Bürgerinnen und Bürgern aus Kaufbeuren. Ziel: neue Akzente setzen und bestehende Machtverhältnisse infrage stellen.
Angeführt wird die Liste von Dr. Thomas Jahn, einem politisch erfahrenen, aber auch umstrittenen Stadtrat. Nach seinem Wechsel zur Werteunion wurde Jahn aus der CSU-Fraktion ausgeschlossen. Seither sorgt er immer wieder für Diskussionen – unter anderem durch seine Ausschussgemeinschaft mit der AfD. Nun meldet er sich mit dem BZKF eindrucksvoll zurück und will erneut Einfluss auf die politische Richtung der Stadt nehmen.
Fest steht: Mit dem Antreten von BZKF und BSW wird der Wahlkampf in Kaufbeuren nicht nur vielfältiger, sondern auch kontroverser. Die Wählerinnen und Wähler dürfen sich auf eine Stadtratswahl einstellen, bei der klare Positionen, Reibung und politische Debatten im Mittelpunkt stehen.
